Rhönklub präsentierte sich „gut aufgestellt“ auf seiner 136. Hauptversammlung in Salz

Petrus muss ein Rhönklub-Mitglied sein“ - mit diesen Worten konnte der Rhönklub-Zweigvereinsvorsitzende Herbert Heinisch die Wimpelgruppe aus Fladungen ebenso wie die zahlreichen Gäste und Delegierten der 136. Hauptversammlung des Gesamt-Rhönklub im unterfränkischen Salz begrüßen. Zu den Höhepunkten des Treffens gehörten die Auszeichnung des langjährigen Schatzmeisters Josef Hahn (Fulda) zum Ehrenmitglied des Hauptvorstandes, die Wahl des Neuen Schatzmeisters Erhardt Berndt vom Rhönklub-Zweigverein Bad Salzungen sowie der vom Gastgeber gestaltete Heimatabend. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 40-jährigen Bestehens des Rhönklub-Zweigvereins Salz sowie des 20. Geburtstages der Jugendtanzgruppe statt.

 

„Der Rhönklub steht gut da“, lautete die Bilanz von Rhönklub-Präsident Ewald Klüber in seinem Jahresbericht. Bei einem Jugendanteil von 15 Prozent (unter 27 Jahren) und anlässlich des demographischen Wandels gelte es für alle Mitglieder, Jung und Alt zu einer harmonischen Einheit zu verbinden. Der Rhönklub stehe für Wandern und Mehr, so dass die Wanderwelt Nr. 1 Rhön ebenso thematisiert werden müsse wie das sinn(en)hafte Erleben von Natur, der Natur- und Landschaftsschutz sowie die Förderung von regionaler Kultur und Kunst. Um dies zu gewährleisten, müsse mit Hilfe verschiedener Medien wie des Internets die Kommunikation und Zusammenarbeit im Verein weiter gestärkt werden. Zudem unterstrich Klüber die Bedeutung von Kooperationen mit anderen Vereinigungen politischer, sozialer, kultureller und Vereinsebene. Weiterhin gelte das Augenmerk auch der Jugend, die für leitende Funktionen qualifiziert werden solle.

 

Jupp“ Hahn verabschiedet

Auf eine beeindruckende Bilanz konnte Schatzmeister Josef „Jupp“ Hahn zurückblicken. So habe er in seiner 16-jährigen Amtszeit rund 4.598.000 Millionen Euro mit Sachverstand verwaltet; Grund genug, ihn auch für seinen letzten Kassenbericht einstimmig zu entlasten Hahn war von 1990 bis 1996 Vorsitzender der Hütten besitzenden Vereine sowie von 1996 bis 2012 Schatzmeister im Rhönklub-Hauptvorstand. Darüber hinaus war er von 1981 bis 2002 2. Vorsitzender im Rhönklub-Zweigverein Fulda und dessen kommissarischer 1. Vorsitzender von März bis November 1998. Als Hausverwalter des Jugendheimes Maulkuppe ist er seit 1972 tätig. Hahn ist seit 1955 Rhönklub-Mitglied und erhielt bislang das „Grüne Band der Rhön“ (1966), das „Goldene Klubabzeichen“ (1970), das Große Ehrenabzeichen“ (1985) und ist seit 2007 Ehrenmitglied im Zweigverein Fulda. Von Seiten des Deutschen Wanderverbandes wurde er 1995 mit der Silbernen Ehrennadel und 2008 mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Für seine „herausragenden“ (Klüber) Verdienste erhielt Hahn bei stehenden Ovationen die Ehrenmitgliedschaft des Rhönklub-Hauptvorstandes aus den Händen des Rhönklub-Präsidenten.

 

Mit 200 von 310 Stimmen wurde Erhardt Berndt aus der Werra-Region zum Nachfolger Hahns gewählt. Darüber hinaus wurde der Einführung der Mitgliederkarte des Deutschen Wanderverbandes von der Mehrheit der Delegierten zugestimmt. Die vorgelegte Resolution des Rhönklub zur Erzeugung und Nutzung von regenerativen Energien in der Rhön wurde mit den Naturschutzwarten der Rhönklub-Zweigvereine ausführlich diskutiert und der Delegiertenversammlung empfohlen, diese noch einmal in den erweiterten Naturschutzausschuss zu verweisen. In der Delegiertenversammlung wurde dieser Empfehlung der Naturschutzwarte entsprochen. Diese Resolution soll in der Jahreshauptversammlung des Rhönklub 2013 endgültig beschlossen werden. Ebenso wurde die Fusion der Regionen Sinn und Saale verabschiedet sowie der Kassenvoranschlag für das Jahr 2013 genehmigt. Zum 2. Kassenprüfer wurde Hans-Peter Bickert vom Zweigverein Burghaun gewählt. Zudem beschloss der Hauptvorstand, Regina Rinke zur Ehrenpräsidentin zu ernennen. Gastgeber der 137. Hauptversammlung des Rhönklub 2013 ist Breitungen in der Region Werra.

 

Lebendiger Multiplikator

Als „vitalen, gesunden Verein“, der Menschen „mit Herzblut und Leidenschaft für ihre Heimat“ vereine, würdigte der Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann, den Rhönklub in seinem Grußwort. Die Rhön sei es wert, erwandert, erlebt und geliebt zu werden. Dem konnte der Salzer Bürgermeister Bernhard Müller nur zustimmen. So sei der Rhönklub-Zweigverein Salz mit seinem über 450 Mitgliedern ein Beispiel dafür, wie ein Verein für ein „lebendiges gesellschaftliches und soziales Umfeld im Dorf“ sorge, zumal der Geburtsort von „Rhönvater“ Karl Straub dazu auffordere. Nach 20 Jahren könne man den Rhönklub wieder als Gastgeber zu seiner Hauptversammlung im geschichtsträchtigen Lindendorf begrüßen, was gerade angesichts der beiden örtlichen Jubiläen eine besondere „Ehre“ bedeute. Auf den Punkt brachte es schließlich Michael Pfaff, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Bayerische Rhön, indem er hervorhob, dass der Rhönklub ein bedeutender „Multiplikator“ für die „Identität der Rhöner“ sei.

 

Während der 136. Hauptversammlung und der Jubiläumsfeierlichkeiten gab es zahlreiche Ehrungen für verdiente Mitglieder. Die ehemaligen Vorsitzenden des „Gaues“ Saale, Berthold Braun, sowie des „Gaues“, Toni Roth, wurden feierlich verabschiedet sowie die Zweigvereine, die im zurückliegenden Jahre Jubiläen feierten, nochmals gewürdigt. Besonders hervorgehoben für ihre Leistungen wurden die Gründungsmitglieder und der amtierende Vorstand des Zweigvereins Salz. Das Große Ehrenzeichen erhielt Peter Müller. Das Goldene Klubabzeichen ging an Manfred Alka, Ingrid und Herbert Heinisch, Elfriede und Horst Kröner, Ingrid Nöth, Roswitha Straub und Winfried Voll. Während des Heimatabends wurden die verdienten Rhönklub-Mitglieder Caroline Bocklet, Bernhard Würll und Josef Ziegler mit dem „Grünen Band der Rhön“ ausgezeichnet. Ebenfalls wurde die Jugendtanzgruppe des Rhönklub Salz, die ihr 20-jähriges Jubiläum feierte, vom Präsident des Rhönklub geehrt.

 

Zu Beginn der 136. Hauptversammlung konnte Fladungens 2. Vorsitzender Herry Sopp den Wimpel, der an drei Tagen über 50 Kilometer zu Fuß nach Salz getragen wurde, Herbert Heinisch vom gastgebenden Verein überreichen. Dabei würdigte Rhönklub-Präsident Ewald Klüber die Tradition dieser Wimpelweitergabe, der sich nun nach einer gelungenen Jahreshauptversammlung in Fladungen auch in Salz „wohlfühlen“ werde.

 

Neben der Möglichkeit zur Begegnung und des Austausches kam auch die musikalische Unterhaltung der Gäste und Delegierten nicht zu kurz. Dafür sorgte ein kurzweiliger Heimatabend mit den vier Jugendtanzgruppen des Salzer Zweigvereins, 60 Tänzerinnen sowie zehn Trainerinnen, moderiert von Monika und Alex Iffert, die das Publikum vor allem mit ihren „Wandersketch“ mitrissen. Aber auch Zeitzeugen der 40 Jahre Zweigverein Salz bzw. 20 Jahre Jugendtanzgruppe machten den geschichtlichen Rückblick besonders lebendig, beispielsweise die Erinnerung an die Neu-Gründung des Rhönklub im Haus des Rhönvaters. Ebenso eine „Werbung für den Rhönklub“, so der Tenor vieler Besucher, waren die Tanzauftritte der Salzer Jugendtanzgruppen vor dem Gemeindezentrum, die für ein abwechslungsreiches Programm sorgten.

 

Den Abschluss bildete die traditionelle Ausgabe des Wanderwimpels der Hauptversammlung durch den Rhönklub-Vizepräsidenten Bernd Müller-Strauß, der allen Helfern der Veranstaltung für ihr großes Engagement und ihre Gastfreundschaft dankte. Er warb für ein faires Miteinander aller Rhönklub-Mitglieder und -Verantwortlichen, um den Rhönklub in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Er lud alle Rhönklub-Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2013 nach Breitungen ein.

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