Er ist sich für keine Arbeit zu schade

Uwe Schleicher aus Poppenhausen ist mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet worden. Damit wird sein langjähriges Engagement als Gemeindevertreter und Mitglied in mehreren Vereinen gewürdigt.

Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) nannte Schleicher ein „Vorbild für bürgerschaftliches Engagement“ und überreichte im Beisein von Politikern, Weggefährten und Mitstreitern im Rathaus die Urkunde. Durch die Ehrenämter halte Schleicher die Gemeinschaft zusammen, bewege und gestalte sie, lobte Helfrich. Der 50-Jährige sei durch sein Engagement aus der Anonymität herausgetreten und habe der Gemeinschaft ein Gesicht gegeben. Und das gleich auf vielfältige Weise.

Der Rathauschef las eine lange Liste der Tätigkeiten der vergangenen Jahre vor: Schleicher ist seit 1970 Mitglied im Turn- und Sportverein, war Betreuer der Damenfußball-Mannschaft, Schriftführer, Obmann, Vorsitzender des TSV-Fördervereins sowie stellvertretender und später erster Vorsitzender des TSV, ist Wanderführer und war Wanderwart im Rhönklub, ist Hauptwanderwanderwart im Rhönklub-Hauptvorstand, ist Gründungsmitglied des Karnevalvereins Poppenhausen sowie seit Gründung 2006 dessen Präsident. Obendrein sitzt der Rhöner seit 2006 für die CDU in der Poppenhausener Gemeindevertretung, ist stellvertretender Vorsitzender des Parlaments und Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses.

„Er ist sich für keine Arbeit zu schade“, sagte denn auch Christine Stüß, Vizepräsidentin des Karnevalvereins. Sie lobte den selbstständigen Handelsverstreter und dreifachen Familienvater als sachlich, menschlich, kompetent und humorvoll. Er habe stets ein offenes Ohr.

Ähnlich äußerte sich Manfred Herget, Fraktionschef der CDU. Schleicher sei voll durchgestartet und in seiner ersten Legislaturperiode „quasi Finanzminister“ geworden. Seine Herangehensweise an politische Themen sei „völlig unaufgeregt“, er denke „auch mal linksherum“. Manfred Woditschka, Vorsitzender des Rhönklub-Zweigvereins Poppenhausen, lobte ebenfalls Schleichers Arbeit: Was er anpacke, funktioniere zuverlässig. Es sei eine Ehre, dass der Verein Schleicher in seinen Reihen habe. „Niemand hat es mehr verdient als Du“, sagte er. TSV-Vorsitzender Volker Hack würdigte den Träger des Landesehrenbriefes. Er habe dem Verein eine Perspektive gegeben, in dem er die Mitgliederzahl von 530 auf 750 gesteigert und den Verein insgesamt verjüngt habe.

Uwe Schleicher zeigte sich gerührt von den Gratulationen und bescheiden: „Die Ehrung kommt viel zu früh“ und „Ehrenamt sollte für jeden selbstverständlich sein“, sagte er. Zugleich gab er die Lobesworte zurück: „Wichtig ist die Truppe, die hinter einem steht“, und wichtig seien ebenfalls zuverlässige Partner. Er werde sich auf der Ehrung nicht ausruhen, stattdessen werde er versuchen, dem entgegengebrachten Vertrauen weiterhin gerecht zu werden und tätig bleiben.

Von Norman Zellmer

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